Peilaktion Störungen 2m Relais Teck erfolgreich abgeschlossen – Störquelle gefunden

Hallo zusammen,

wie bereits angekündigt, haben am heutigen Tag Horst, DL4SBK, Uli, DF7SC, und ich die Störungssuche fortgesetzt. Egi, DO3EGI, und ich hatten schon in den letzten Tagen die Richtung, aus welcher die Störung kommt, vom Parkplatz „Hörnle“ aus, unterhalb der Burg Teck, mit ca. 330 Grad ermittelt.

Horst, DL4SBK, hatte von seiner Feststation in Remseck-Hochberg aus mit einer 2-m-10-Element-Richtantenne und Vorverstärker die Störquelle aus ca. 160 Grad ermittelt.

Manfred, DL4SCZ, hatte bei seiner Fahrt gestern in Wernau, die Goethestraße abwärts Richtung Kirchheimer Straße, die Störung mit S3-4 gehört.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse haben wir heute Nachmittag unsere Peilung auf dem Stumpenhof oberhalb von Plochingen begonnen. Das Störsignal war dort nur selten stark genug zu hören. Wir konnten vom Stumpenhof aus die Störquelle mit Maximum aus Richtung ca. 200 Grad (Richtung Wernau/Köngen) zeitweise empfangen.

Zwischenzeitlich befuhr Uli, DF7SC, mit seinem Fuchsjagdpeiler den Bereich Köngen und stellte fest, dass das Störsignal sehr stark im Bereich eines Gewerbegebiets zu hören war.

Da die Störung am Stumpenhof nicht mehr zu hören war, beschlossen Horst und ich, unseren Standort in Richtung Köngen zu verlegen und dort im Nahfeld weiter die Störrichtung zu peilen.

Nach mehreren Peilungen von Horst und mir mit einer 4-Element-Richtantenne und durch Uli mit einem 2-m-Fuchsjagdpeiler waren wir uns einig, dass die Störquelle im Bereich Köngen zu finden sein müsste.

Uli hatte im Rahmen einer Feinpeilung mehrere Gebäude in einem näher eingegrenzten Bereich ausgemacht. Horst und ich befuhren mit dem Kfz die nähere Umgebung, um das Störsignalmaximum zu finden. Durch die Reflexionen des Störsignals an den Gebäuden und weil das Störsignal ständig die Frequenz wechselte sowie unterschiedlich stark sendete, war das für alle „eine sportliche Aufgabe“.

Schlussendlich konnten wir den Standort der Störquelle auf wenige Gebäude eingrenzen. Dann gingen wir mit Peilantenne und tragbarem Empfänger die Straße entlang und um die Gebäude herum, um das Gebäude festzustellen, aus dem die Störung herauskommt.

Unser Peileinsatz blieb natürlich seitens der Anwohner nicht unbemerkt. Wir klärten die interessierten Anwohner über unser Tun auf und schafften damit eine „Vertrauensbasis“, welche dazu führte, dass die Anwohner uns problemlos Zutritt auf die betroffenen Grundstücke gewährten.

Nach mehreren Messungen mit tragbarem RX zur Feldstärkemessung kristallisierte sich ein Gebäude heraus, aus dem die Störung kommen musste.

Der Eigentümer war sehr kooperativ und hat uns problemlos in das Haus zum Zwecke der Störfeldstärkemessung hereingelassen. Wir führten Stockwerk für Stockwerk die Störfeldstärkemessung durch. Im Haus war überall eine hohe Störfeldstärke zu messen, aber der Standort der Störquelle war nicht eindeutig ermittelbar.

Beim Peilen um dieses Gebäude herum ist uns eine alte TV-Empfangsantenne aufgefallen. Der Eigentümer erklärte uns, dass die Antenne außer Betrieb sei, da TV inzwischen über Glasfaser empfangen wird.

Da das Störungsbild auf einen schwingenden TV-Antennenverstärker hindeutete, baten wir darum, unter das Dach zu dürfen, um die alte TV-Empfangsantenne usw. anzuschauen. Auf der Bühne des Gebäudes fanden wir nach einigem Suchen im Gerümpel, bei großer Hitze, einen alten Polytron TV-Empfangsverstärker vor, welcher am Boden lag und noch in der 230-V-Steckdose eingesteckt war. Nachdem wir den Polytron TV-Empfangsverstärker aus der 230-V-Steckdose ausgesteckt hatten, trat die Störung nicht mehr auf.

Der Eigentümer war über unsere Aktion zuerst verwundert, aber nach dem beschriebenen Ergebnis unserer Störungssuche höchst interessiert und zudem darüber erfreut, dass ab sofort der nicht genutzte Antennenverstärker keinen Strom mehr unnötig verbraucht.

Zu bemerken ist noch, dass alle Anwohner, bei welchen wir unsere Peilungen und Messungen durchgeführt haben, nach Erklärung darüber, was wir da machen, sehr freundlich und kooperativ waren, was in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist.

Im Anhang und nachstehend einige Bilder von unserem Peileinsatz.

Danke an alle, welche mitgeholfen haben, die Störung zu finden. Besonderen Dank an Egi, DO3EGI, Horst, DL4SBK, und Uli, DF7SC, für das Mitwirken bei den Vor-Ort-Peileinsätzen.

Gruß

Peter DH9AN

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